Schulleben 28. September 2026

Tagebuch aus Paray-le-Monial

Donnerstag, 24. 9. 2026:

On est arrivés!

Pünktlichst sind wir gegen 19h00 mit dem TGV im sommerlichen Chalon-sur-Saône am Bahnhof angekommen. Jetzt sitzen wir in den Schulvans unserer Partnerschule und werden von der stellvertretenden Schulleiterin, Madame Aublanc, von Madame Huot und von Monsieur Mendès zum Collège Jeanne d’Arc in Paray-le-Monial gefahren, wo unsere Austauschfamilien uns bereits erwarten. Le grand échange commence!

Freitag, 25. 9. 2026:

Unser erster Tag in Frankreich war direkt ziemlich abwechslungsreich. Morgens sind wir mit unseren Austauschschülern zur Schule gefahren und trafen uns zuerst mit Frau Bresser und Frau Mazaud, um uns über den ersten Abend in unseren Gastfamilien auszutauschen. Währenddessen schrieben unsere „corres“ eine schriftliche Überprüfung, was sie übrigens jeden Freitag in der 1. Stunde tun.

Schnell konnten wir einige kulturelle Unterschiede erkennen. In einer Familie hatte die große Schwester um 21h noch Fechttraining – ganz schön spät, finden wir. In einer anderen Familie wurde um 22h30 noch musiziert mit Cello, Klavier und Gesang. Eine weitere Familie produziert Käse selbst. Und fast alle haben Tiere, darunter Hühner, Enten, Kühe, aber auch Fische, Ratten, Hunde und bis zu 15 Katzen.

Anschließend waren wir mit unseren corres eine Stunde im Deutschunterricht bei Madame Huot. Dort haben wir zusammen einen deutsch-französischen Fragebogen bearbeitet. Es ging um das Schulsystem, Freizeitbeschäftigungen, Essgewohnheiten und Sport. Anschließend präsentierten wir die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich vor der ganzen Klasse jeweils in der Sprache des Austauschpartners.

Danach sind wir, während unsere Austauschschüler Unterricht hatten, auf einen Markt in der Stadt gegangen. Wir haben uns die Stände angeschaut, die Stadt ein bisschen erkundet und natürlich auch einen Crêpe gegessen. Auf dem Markt gab es richtig viel Essen, zum Beispiel Paella, und einige von uns haben sich auch Tomaten, Gurken und anderes Gemüse gekauft. Außerdem gab es auf diesem französischen Markt auch viel Kleidung, Taschen, Bilder und sogar Matratzen zu kaufen. Einige boten in ihrem Stand auch an alte Holzstühle zu reparieren. Wir haben viele Fotos gemacht.

Zur Mittagspause sind wir wieder zu unseren Austauschschülern zurück ins Collège Jeanne d’Arc gegangen. Manche haben in der Kantine gegessen, andere waren bei ihren Austauschfamilien zu Hause. Danach ging es wieder in die Schule und wir wurden auf verschiedene Fächer aufgeteilt. Einige hatten zum Beispiel Physik oder Englisch. Später hatten wir noch Technologie bei Monsieur Mendès. Dort haben wir einen Ventilator zusammengebaut, was ziemlich cool war.

Nach der Schule sind wir zu unseren Austauschfamilien nach Hause gegangen, haben zusammen zu Abend gegessen und noch etwas Zeit miteinander verbracht. Danach waren wir alle ziemlich müde und sind ins Bett gefallen. Insgesamt war es ein echt schöner erster Tag und wir haben schon viel Neues gelernt und über den Alltag in Frankreich erfahren.

Bises
Helena (8b) & Marlena (8c)

Samstag, 26. 9. 2026 und Sonntag, 27. 9. 2026:

Am Wochenende waren wir in unseren Gastfamilien. Am Samstag waren manche im Wald, bei den Pfadfindern (les scouts), in verschiedenen Städten, im Restaurant oder bei den Großeltern zu Besuch. Jan hatte das Glück und wurde zu einer Reise nach Paris eingeladen, um Papst Leo XIV zu sehen. Die Familien in Paray-le-Monial sind sehr gläubig. Daher nahm Jans Gastfamilie die sechstündige Fahrt in die Hauptstadt gerne auf sich. Natürlich besichtigten sie auch den Eiffelturm. Am Sonntag besuchten manche von uns den Gottesdienst oder waren Bowlen. Die meisten von uns trafen sich allerdings im Freizeitpark Le Pal. Es hat viel Spaß gemacht, als große Gruppe die Attraktionen dort zu fahren und die Tiere zu beobachten. Es gab zum Beispiel verschiedene Achterbahnen und einige Fahrten auf dem Wasser. Und schon war das Wochenende vorbei. Bisou de Paray Marlena (8c) & Isabelle (8b)

Montag, 28. 9. 2026:

So schnell bricht unsere ereignisreiche Woche in Frankreich wieder an. Viele, die gestern noch ausschlafen konnten, müssen heute wieder um sechs Uhr aus dem Bett, um sich für die Schule fertig zu machen. Einige von uns kommen mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Bus oder werden gefahren.
Zu Beginn der Schule treffen wir uns immer mit Frau Bresser und Fr. Dr. Mazaud am Eingangsbereich zu einer kurzen Besprechung. Kurz danach geht es für die meisten in den Unterricht zum Beispiel zu einer Doppelstunde Französisch.
Im Unterricht wurden Texte gelesen und es wurde ein Diktat diktiert.

Zu Beginn der großen Pause gingen wir in das Stadtmuseum. Dort betrachteten wir ein paar wunderschöne Kunstwerke, unter anderem aus Stroh, was auch das heutige Thema war. Anschließend haben wir selbst Lesezeichen aus Stroh gebastelt das hat echt Spaß gemacht.

Die Mittagspause haben wir wieder mit unseren Austauschpartnern verbracht. Wir haben im Collège in der Kantine gegessen. Dort gab es Reis mit Rindfleisch. Nach einer Stunde der zweistündigen Mittagspause standen die Workshops an, zum Beispiel Volleyball, Englisch oder Informatik.
Nach der Mittagspause haben wir uns wieder mit Frau Bresser und Frau Dr. Mazaud getroffen. Nach einem kleinen Spaziergang durch Paray-le-Monial kamen wir im Lycée professionnel an.
 Dort mussten wir uns erstmal gründlich die Hände waschen und Schürzen und Haarnetze anziehen, bevor wir mit dem Kochen anfangen konnten.
Es gab verschiedene Stationen, in die wir aufgeteilt wurden. Wir haben Crêpes gemacht und verschiedene Pfannentricks gelernt.
Bei der nächsten Station mussten wir erst verschiedene Lebensmittel nach sucré (süß), salé (salzig), amère (bitter) oder acide (sauer) zu ordnen.
Danach haben wir Windbeutel mit Sahne gefüllt.
Bei der nächsten Station mussten wir Zitronen- und Orangenschalen ganz fein in Streifen schneiden.
Und schließlich, bei der letzten Station, haben wir Karotten geschnitten.
Nachdem alle ihre benutzten Utensilien in die Riesenwaschmaschine gelegt hatten, haben wir alle zusammen die Crêpes und Windbeutel mit einer selbst gemachten Schokoladencreme genossen.


Anschließend ging es gegen 16h zurück in die Schule. Um 16h30 endet normalerweise der Unterricht, aber heute mussten manche mit ihren corres sogar in die Permanence. Das ist ein großer überwachter Raum, wo die Schüler ihre Hausaufgaben machen können. Danach ging es auch für uns nach Hause und auch dieser tolle Tag ging zu Ende.

À bientôt!
Tim (8d) & David (8d)

Dienstag, 29. 9. 2026

Ein Tag in Dijon

Heute sollte unser Tag eigentlich um 8:15 Uhr an der Schule beginnen. Allerdings kam unser Reisebus nicht, sodass wir spontan umplanen mussten. Wir liefen deshalb zum Bahnhof und fuhren von dort mit einem Linienbus zu einem anderen Bahnhof in Monchanin. Anschließend ging es mit dem Zug weiter nach Dijon.
In Dijon angekommen, versammelten wir uns zunächst alle gemeinsam an der Porte Guillaume. Das ist ein Monument, das im 18. Jahrhundert dort errichtet wurde, wo sich einst das mittelalterliche Stadttor von Dijon befand. Es sieht so aus wie der Arc de Triomphe in Paris in klein.
Danach durften wir in kleinen Gruppen die Stadt erkunden. Aufgrund unserer Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kamen wir nämlich erst zwei Stunden später in Dijon an, und somit war unser Timeslot im interaktiven Musée des Pains d’Epices leider bereits abgelaufen.
Stattdessen liefen wir nun durch die Straßen, schauten uns verschiedene Geschäfte an und hatten Zeit, Dijon auf eigene Faust zu erkunden.
Um 16:30 Uhr trafen wir uns wieder als Gruppe vor dem bekannten Senfhersteller Maille.
Zusammen marschierten wir zurück zum Bahnhof. In der Eingangshalle angekommen, sahen wir mitten im Raum ein Klavier stehen. Und da wir noch etwas Wartezeit hatten (denn in Frankreich erfährt man das Gleis, an dem ein Zug abfährt immer erst wenige Minuten vor der Abfahrt), gaben Veronika und Tim sowie Jacobs corres Samuel prompt ein kleines Klavierkonzert. Aura!

Danach fuhren wir mit dem Zug zurück nach Paray-le-Monial, wo wir am Bahnhof von unseren Austauscheltern abgeholt wurden.
Trotz des etwas chaotischen Starts war es ein schöner und abwechslungsreicher Tag, an dem wir gemeinsam Dijon entdecken konnten.

À bientôt!
Mads, Leander & Valentin aus der 8a

Mittwoch, 30.9.2026:

Heute hatten wir in der ersten Stunde Unterricht mit unseren Austauschpartnern. Danach sind wir mit Frau Bresser und Frau Mazaud in die Innenstadt von Paray gegangen und haben dort eine Foto Rallye gemacht. Dafür bekamen wir ein Arbeitsblatt mit verschiedenen Orten, an denen wir Fotos machen sollten. Wir suchten mehrere Sehenswürdigkeiten von Paray auf, zum Beispiel die Basilika und den Turm Saint Nicolas. Das Musée du Hiéron mussten wir ebenfalls finden, den Weg kannten wir ja bereits 😉.
Es hat sehr viel Spaß gemacht die Stadt besser kennen zu lernen, ganz besonders in kleinen Gruppen.

Danach hatten wir noch etwas Freizeit, in der wir die Stadt selbstständig erkunden und unsere Zeit frei gestalten konnten. Wir kauften leckere Schokolade in der Chocolaterie Dufoux und andere Mitbringsel für unsere Familien zu Hause.
Anschließend gingen wir gemeinsam zum Collège zurück.
Um 11h50 hatten nämlich heute (wie an jedem Mittwoch) alle Schule aus und wir verbrachten den ganzen Nachmittag ein letztes Mal mit unserer Austauschfamilie.

À demain!
Isabella (8b) & Leonie (8b)

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